SPAZIERGANG



Es ist das Ziel der Stadt Hévíz, die neben dem Heilsee zu findenden historischen, gastro-kulturellen Werte vorzustellen. Der Stadtteil Egregy ist reich an ihnen, deshalb laden wir die lieben Besucher zu einem solchen Spaziergang ein, der an den Sehenswürdigkeiten von Egregy entlang führt und eine angenehme Entspannung erteilt.

Der Ausgangspunkt des thematischen Spaziergangs sind teilweise die erschlossenen und konservierten Ruinen aus der Römerzeit, die Endstation aber die Kirche aus der Arpadenzeit; während des Spaziergangs werden die Besucher chronologisch von der Römerzeit bis zum Erscheinen des Christentums, der Ungarn begleitet.

Die hauptsächlichsten Stationen des „Thematischen Spaziergangs – Zeitalter und Weine in den Stadtteil Egregy von Hévíz“:

Ruinen aus der Römerzeit

In dem Stadtteil Egregy versteckt das Land die Reste einer der bedeutendsten Ansiedlungen der Kaiserzeit der Umgebung in sich, die fast vier Jahrhunderte lang, ab der ersten Hälfte des I. Jahrhunderts bis Anfang des V. Jahrhunderts bewohnt war. Das erschlossene und vorstellbare Gebäude der aus zahlreichen Gebäuden bestehenden Villenwirtschaft oder Ansiedlung wurde im Laufe der langen Benutzung mehrmals umgebaut. Die „Instandsetzung“ der Ruinen erfolgte das erste Mal im Jahre 2003. Im Laufe der Restaurierung war man bestrebt, die als Ergebnis der Erschließung entdeckten vier Bauperioden vorzustellen. In dem seitdem vergangenen Zeitraum haben die erschlossenen Teile begonnen, zu verkommen, die Ruine ging in ihrem Zustand dem Verfall entgegen, deshalb wurde eine neue Restaurierung notwendig, die 2011 realisiert wurde.

Entsprechend des Zeugnisses der archäologischen Funde ist Hévíz und seine Umgebung zur Römerzeit ein dicht bevölkertes Gebiet gewesen. In der Nähe zog sich die aus Italien in die Hauptstadt von Pannonien, nach Aquincum führende Hauptstraße hin, aber auch die Schönheit und das mediterrane Antlitz der Gegend hat die Römer angezogen. Einer der bedeutendsten Funde der Gegend des Plattensees ist das aus der Kaiserzeit stammende Steingebäude, das vermutlich das Wohngebäude der Villenwirtschaft (villa urbana) gewesen ist. Die etwa 100 nach Christus gebaute Villa mit einer Grundfläche von ca. 1000 m2 verfügte über eine Säulenveranda, sowie ein Badebecken mit warmem, lauwarmem und kaltem Wasser, und sie blieb auch mehrmals umgebaut bis zum Anfang des 5. Jahrhunderts bestehen. Westlich von dem erwähnten Wohngebäude wurden die Reste der zu der Villa gehörenden Wirtschaftsgebäude entdeckt, die wahrscheinlich einen mit der entdeckten Ruine zusammengehörenden Gebäudekomplex bildeten. Die erwähnten Reste zeugen davon, dass die Römer in die Pannon-Landschaft meisterhaft Villen, ihre Gebäude eingesetzt haben. Sich die riesige Villa, und die weiteren, noch auf eine Erschließung wartenden Gebäude vorstellend kann sich der Betrachter in seinen Vorgänger der heute fast 2000 Jahre alten Stadt wähnen, die nicht nur in ihrer Grundfläche imposant gewesen ist, sondern auch in den Details der Ausführung anspruchsvoll gebaut worden war. Die Villa von Egregy, und die in anderen Teilen von Hévíz entdeckten Funde – der in der Nähe des Sees entdeckte Jupiter Altarstein, die von den Tauchern an die Oberfläche gebrachten Münzen der Kaiserzeit – beweisen, dass auch der „Wundersee“ mit dem Heilwasser bei der Ansiedlung der Römer eine Rolle gespielt haben kann.

Vorführgebäude

Aus der Richtung des Veranstaltungsplatzes kommend empfängt ein aus Monolithblöcken entstandenes Torbauwerk die Ankömmlinge, dann können sich die Besucher, nachdem sie passiert sind, unter einer mit Reben und sonstigen Rankengewächsen umschlungener schattiger Pergola ausruhen. An der Südseite ist entsprechend der römischen Traditionen ein kleiner Prachthof in der Mitte mit einem plätschernden Brunnen entstanden. Der Eingang des Gebäudes entstand auf eine ähnliche Art zwischen Monolithblöcken, von wo wir in die Vorhalle gelangen. Links von der Vorhalle werden die Kinder von einem Platz mit mehreren Beschäftigungen erwartet, der mit der Vorhalle geöffnet auch als Ort für größere Veranstaltungen dient. Links von der Vorhalle ist der Ausstellungsraum.

Veranstaltungsplatz

Zwischen dem Festplatz und dem zukünftigen Vorführgebäude entsteht im Rahmen des Projekts eine rasenbedeckte Veranstaltungsfläche bis an die Grenzen des römischen Ruinengartens. Zwei erschlossenen Wege werden den Rasen umschließen: der nördliche ist mit dem Museumsgebäude verbunden (pflastersteinig); der südliche sichert eine direkte Fußgängerverbindung zwischen der Attila Straße und dem Stadtteil Egregy (geschottert). Entlang der zum Museum führenden Straße wurde eine Betonung des Eingangs des Museums, sowie die Entstehung von mehrjährigen Bepflanzungsbetten zum Schmuckzweck geplant. Entlang der südlichen Grundstücksgrenze umrahmt ein charakteristischer Heckenstreifen das Gebiet, parallel dazu zieht sich eine Baumallee hin. Die Allee erteilt den sich hier gelegentlich niederlassenden Händlern Schatten, gleichzeitig ist sie ein Ausgleich der Wirkung der Grünflächen des Parkinneren.

Spielplatz

In der direkten Umgebung der Ruinen wurde die Erweiterung der Größe des als Element der I. Phase der Entwicklung gebauten Spielplatzes in der geplanten rasenbedeckten Alleeumgebung realisiert. Das zentrale Element des Spielplatzes ist der „Wachturm“, der aus mehreren Richtungen und mit der Hilfe von Klettergeräten verschiedenen Aufbaus und Schwierigkeitsgraden erstiegen werden kann. Als Teil der römischen Thematik funktioniert dieses Geschicklichkeitsspielzeug mit einer Kletter-Klammer-Kombination praktisch als Gladiatorenschule, die im allgemeinen im antiken Rom verbreitet war. Seine Säulen, Säulenkapitelle einzelner Schnitzereien geben das Erscheinen, die Formwelt der römischen Rennwagen wieder, der Antrieb der Räder erteilt ein Erlebnis der Dynamik, der Ausgelassenheit des Rennens. Ebenfalls als Element der Gladiatorenschule erwarten die Kinder Gleichgewichtsbalken, die eine einzelne Holzschnitzerei haben, sie verkörpern als römisches Symbol abgebildete oder über eine kultische Bedeutung verfügende Tiere (Adler, Wolf, Gans, Schlange). Ein wichtiges Element des Spielplatzes ist der archäologische Fundort. Im Sand werden an umgrenzten Teilen Stücke von antiken Tongefäßen ähnlichen Gefäßen, Kopien römischer Münzen der Region versteckt, die die Kinder einer Grundzeichnungsform angepasst, ähnliche eines Puzzle zusammensetzen können. Als Imitation der antiken Wagenrennen entstanden auch zwei Laufräder.

Kneipp-Tretbecken

In dem Ruinengarten bieten die noch nicht erschlossenen, unter der Erde versteckten Wände ungezeichnet einen trockenen Kneipp-Tretpfad für die körperliche und seelische Erfrischung der ermüdeten Touristen an. Der Pfad entsteht direkt neben dem Ruinengarten, da die Grundrissgestaltung vollkommen mit der Kontur der Reste des mit der Villa der Römerzeit verbundenen römischen Gebäudes übereinstimmt. Die Kneipp-Methode wurde nach ihrem Erfinder Sebastian Kneipp benannt. Der auf Steinen, Grus, Holzflächen und Holzstückchen vorgenommene barfüßige Spaziergang bietet eine natürliche Massage. Sie hat eine gute Wirkung auf den Blutkreislauf der Beine, die Stärkung der Gefäßwände. Mit dem Massieren der Reflexzonen ist sie in der Lage, alle Organe zu stimulieren. Sie erquickt, erfrischt, erholt und regelmäßig angewandt hat sie eine gute Wirkung auf die Stoffwechselprozesse. Die Methode kann gegen Erschöpfung und zur Verbesserung von Kreislaufstörungen angewandt werden, aber gleichzeitig wird sie für mit Herzproblemen Kämpfende nicht empfohlen.

Festplatz

Er entstand direkt neben der römisch-katholischen Kirche, verbunden mit dem Kircheneingang, den Platz öffnend zwischen der Zrínyi Straße und dem Veranstaltungsplatz. Der kleine öffentliche Platz ist dem Gehsteig gegenüber gesenkt, mit einem Pflasterbelag, Trinkbrunnen, Bänken ausgestattet, in Richtung des Museums und des Ruinengartens wird er durch ein Pergola-Tor abgetrennt. An der Südseite des Platzes sichert eine Baumallee neuer Pflanzung zwischen der Kirche und dem Platz Schatten.

Buswartesaal – Rastplatz – Anschlusspunkt für Radfahrer

Das mit einem stimmungsvollen Laubengang umschlossene Gebäude sichert einen schattigen und auch vor Niederschlag geschützten Rastplatz für diejenigen, die auf den Bus oder die Kleinbahn – Dotto – warten. Die an der Wand des Gebäudes angebrachte Landkarte dient gleichzeitig als Informationsquelle für die sich ausruhenden Touristen, wo auch eine überdachte Abstellmöglichkeit für Fahrräder ist. An dem Rastplatz entstand eine Damen- und Herren-, sowie barrierefreie Toilette.

Grab eines römischen Soldaten

Das in die steile Böschung gehauene Ziegelgrab wurde 1925 während Feldarbeiten am östlichen Ende des Grundstückes von László Baráth in Egregy entdeckt. Die archäologische Freilegung führte Dr. Árpád Csák, der Direktor des Plattensee-Museums aus. An der rechten Schulter des in dem Grab liegenden Männerskeletts wurde eine Kleiderschnalle aus Bronze, an seiner Hüfte aber eine Gürtelschnalle aus Bronze gefunden. Außer dem Erwähnten kamen aus dem Grab ein Eisenmesser, die Scherben eines Glasgefäßes und Geld aus Bronze aus der Zeit des römischen Kaisers Constantinus II (340-361) hervor. Die Grabfunde wurden in das Plattensee-Museum nach Keszthely gebracht, wo die Funde im Laufe des zweiten Weltkrieges zerstört wurden. Das Ziegelgrab aber wurde nicht auseinandergenommen, so kann es zusammen mit dem Skelett in seinem originalen Zustand besichtigt werden. Bald war im Munde des Volkes von Egregy davon die Rede, dass in dem Grab ein Offizier zusammen mit Goldmünzen und militärischen Dekorationen ruhte. Das römische Grab von Egregy gehört in Wirklichkeit noch zu einem nicht erschlossenen Friedhof, wo in der Mitte des IV. Jahrhunderts ein Einwohner der Umgebung mit ärmlichen Beilagen begraben wurde. Dezsõ Kosztolányi, der namhafte ungarische Schriftsteller ist im Jahre 1934 vor Ort gewesen, und hat das Grabmal des „römischen Feldherrn“ besichtigt. In seiner Novelle mit dem Titel „Egregy“ hat er über das gesehene berichtet, im Laufe dessen er das geheimnisvolle Aufeinandertreffen des die Welt erobernden Roms und des kleinen Dorfes durch das Leben des „römischen Soldaten“, dank László Baráth inspiriert.

Station Flavius in Hévíz

Die Provinz Pannonien hat eine hervorgehobene Rolle im Römischen Reich gespielt. Als Grenzland schützte sie das Innere des Imperiums vor dem Angriff der Barbaren, anderseits durchquerten sie wichtige Straßen, die als bedeutende Adern des vermittelten Handels funktionierten. Eine solche war die „Bernstein-Straße“, auf der der aus dem Baltischen Meer geförderte Bernstein, als einer der Luxusartikel der italienischen Industrie, transportiert wurde. Entlang derer wurden die römischen Städte von Nordtransdanubien, die wahrhaften Zentren der Verwaltung und Kultur gebaut. Pannonien wurde aus vier Anlässen eine besondere Bedeutung verschaffen, die hier stationierten Legionen haben 193 Septimius Severus hier zum Kaiser ausgerufen, der Kaiser Theodosius I. (Theodosius der Große) aber hat mehrmals – z.B. 373, oder 378 – den über die Donaulinie einbrechenden Sarmaten eine schwere Niederlage auferlegt. Mit dem Namen des Theodosius des Großen ist die Schaffung der geistigen, kulturellen Einheiten des Reichs verbunden. Er hat in dem im Jahre 380 herausgegebenen religiösen Erlass das Christentum als Staatsglauben erklärt, die die Christenverfolgung legalisierenden früheren Verordnungen geloschen, und er ist im Sinne des Konzils von Nicäa des Jahres 325 gegenüber der Arianismus-Ketzer (Dreifaltigkeit verleugnend) aufgetreten. Von der Wunder vollbringenden Wirkung des Sees von Hévíz sind zahlreiche Legenden bestehen geblieben, die eine ist mit dem Namen von Theodosius des Großen verbunden, der unter dem Namen Flavius Theodosius das Tageslicht erblickt hat. Gemäß der Geschichte hat der an Kinderlähmung leitende, kümmerliche Flavius im Wasser des Sees tauchend, seine Gesundheit wunderbar zurück gewonnen, und dank dessen konnte er später zu einer der größten Kaiser des Römischen Reichs werden.

Station Römische Kultur, Weinanbau, Winzer – Kaiser Theodosius der Große

Im Laufe der Geschichte haben fast alle in die Gegend des Plattensees kommenden Völker ihre Spuren auch in Egregy hinterlassen. In dem Gebiet zwischen der Herz Jesu Kirche im Stadtteil Egregy und dem torfigen Tal gelangten Funde aus acht archäologischen Zeitaltern hervor, beginnend mit der Mitteljungsteinzeit (Ende des IV. Jh. V.Chr.) bis zu dem der Landnahme vorausgehenden Zeitalter der Karolingen (9. Jh. N. Ch.). Unter den erwähnten Zeitaltern hat sich die Anwesenheit der Römer als am beständigsten herausgestellt. Das beweisen auch die von Dr. Árpád Csák im Jahre 1931 teilweise erschlossenen Reste des Bauwerks der Kaiserzeit (villa rustica), wo Freskenstücke und Mosaikstücke reicher Verzierung gefunden wurden. 1901 kamen während des Weindrehens 276 Stück Geldmünzen aus dem IV. Jahrhundert in einem Tongefäß zum Vorschein, 1936 aber wurde ein Ziegelbrennofen westlich vom Glockenstuhl (Herz Jesu Kirche) gefunden. Auch das mittelalterliche Dorf und die Kirche aus der Arpadenzeit wurden auf die römische Grundschicht angesiedelt. Die Römer haben die Wissenschaft des Weinanbaus nach Pannonien, so auch in die Umgebung des Plattensees mitgebracht, worüber auch die Aufschrift des vor kurzem gefundenen Keramikgefäßes – Da Bibere (gib zu trinken) – aussagt. Der Weinanbau wurde wegen der Fachkenntnis der Römer und der günstigen Naturgegebenheiten erfolgreich. Der Boden von Egregy ist mittelmäßig gebunden, sandig und leicht steinig. Dieser „warme“, manchmal sogar „feurige“ Boden ermöglicht gemeinsam mit den günstigen Klima die Herstellung von Weinen einer ausgezeichneten Qualität. Es ist nicht zufällig, dass das in der Arpadenzeit hier lebende ungarische Volk den auf die Wurzeln der Römer zurückblickenden Weinanbau weiter fortsetzte.

Station Staatsreligion und das Erscheinen des Ungartums

Theodosius der Große hat mit dem im Jahre 380 herausgegebenen Religionserlass das Christentum zur Religion des Römischen Reichs erklärt. Nach dem Erlöschen der Römischen Herrschaft haben sich laut der Archäologen nach einer „düsteren Zeit“ die Völker der Völkerwanderung in Egregy niedergelassen, ihre Anwesenheit kann in den VIII-IX. Jahrhunderten gewesen sein. In dem Gebiet zwischen der Herz Jesu Kirche im Stadtteil Egregy und dem torfigen Tal wurden die Wandreste eines primitiven Kastells und ein Hofhaus des Zeitalters der Karolingen aus dem IX. Jahrhundert entdeckt. Nach der Landnahme hat auch in Egregy eine ungarische Bevölkerung ein Zuhause gefunden. Anfang des XIII. Jahrhunderts gelangte das Dorf in den Besitz des Geschlechtes Atyusz, das neben den Geschlechtern Türje und Hahót eines der großen Geschlechter des Komitats Zala gewesen ist. Die erste urkundliche Erwähnung von Egregy stammt aus dem Jahre 1221, als Sal comes des Atyusz Geschlechts seinen Besitz mit dem Namen Egregy seiner Ehefrau hinterließ. Die erwähnte Urkunde ist gleichzeitig die erste schriftliche Angabe bezüglich des Weinanbaus von Egregy, da in der Hinterlassenschaft auch acht Rebstöcke aufgeführt sind. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts, im Jahre 1274 wurde der Name von Egregy in Verbindung mit einem Grenzgang („Egreg”) erwähnt, in einem Dokument vom 28. März 1328 aber wurde auch über die Hosszupáho (Alsópáhok) mit dem Dorf Egregy („villa Egrug”) verbindende Straße berichtet. Aus 1341 ist uns eine solche Urkunde hinterlassen wurden, die zuerst die bis heute bestehen gebliebene Steinkirche, die zu Ehren der Heiligen Katharina geweiht wurde, erwähnt. Das mittelalterliche Dorf breitet ich in der Nähe der Kirche aus. Das Dorf und die Kirche gehörten in den XIV.-XV. Jahrhunderten den Familien Koppányi, Szentbenedeki, Foky, dann der Familie Hertelendy. Das Dorf wurde zur Türkenzeit auch mehrmals vernichtet, dann erneut aufgebaut, Anfang des XVIII. Jahrhunderts aber kamen deutsche Siedler nach Eghregy, die später vollkommen ungarisch wurden.

Station Entstehung des Christentums – Kirche der Heiligen Maria Magdalena aus der Arpadenzeit

Dorfkirchen wurden in der Arpadenzeit (11.-13. Jahrhundert) in großer Zahl gebaut, denn die Gesetze Stefan I. haben schon Anfang des 11. Jahrhunderts angeordnet, dass aller 10 Dörfer eine Kirche gebaut werden soll. Die Kirche aus der Arpadenzeit von Egregy wurde im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts gebaut, ein Jahrhundert früher als seine erste urkundliche Erwähnung (1341). Im Mittelalter standen in der Nähe der Kirche die Häuser des Dorfes, nach der Türkenzeit aber zog das Dorf entfernter weg. Die Kirche steht seitdem einsam, und sie ist nur von dem seit Generationen benutzten Friedhof umgeben. Die Kirche von Egregy im romanischen Stil ist das schönste Beispiel der in die Landschaft passenden ungarischen kleinen Dorfkirchen, die in ihren Verhältnissen, ihrer Masse und der Grundrissanordnung den entwickeltesten Typ vertritt. Mit ihrer schönen Erscheinung steht die meisterhafte Technik des zweckmäßigen, auf eine lange Zeit gebauten Bauwerkes im Einklang. Ihr Gebäudekomplex ist lang angeordnet, hat eine Dreierunterteilung (Turm – Schiff – Heiligtum), eine östlich – westliche Lage. Der schönste Teil der aus einem in der Nähe in großer Menge zu findenden pannonischen Sandstein gebauten Kirche ist der achteckige, mit einer sog. Spitzhaube bedeckte Turm, dessen Fensteröffnungen von schmuckvollen, schlanken Säulen in Teile geteilt werden. Die Kirche wurde zur Barockzeit (1731), und auch danach mehrmals renoviert, so in der Mitte des 19. Jahrhunderts, dann 1912 und 1938, zuletzt 1964. Die Kirche von Egregy ist als ein besonders schönes Beispiel der Dorfbauwerke im romanischen Stil fürsorglich geschütztes Baudenkmal. 

Ausstellung der Jahrtausende von Hévíz:

Der Ort der Ausstellung ist am Ende der Attila Straße, neben dem römischen Villengebäude, die östliche Hälfte einer ehemaligen Tischlerwerkstatt, eine Räumlichkeit einer Größe von 282 m2, dessen Eingang sich aus der Vorhalle-Empfangsraums, an der Westseite in der Nähe der südwestlichen Ecke öffnet. Die Ausstellung mit dem Titel „Jahrtausende von Hévíz“ stellt archäologische Andenken an fast acht Jahrtausende von der Jungsteinzeit bis zum Ende der Türkenzeit vor. Die vor allem aus den Sammlungen des Ungarischen Nationalmuseums und des Museums des Plattensees stammenden Gegenstände wurden in Hévíz und seiner direkten Umgebung gefunden. Eine breite Auswahl zeigen wir aus dem Material des von Vilmos Lipp in den 1880er Jahren auf dem Hévízhügel erschlossenen 1200 Gräber der Awarenzeit ebenso wie von den schönsten Funden der an dem Abschnitt der Hévíz umgehenden Hauptstraße Nr. 76 im Jahre 2009 gefundenen Einäscherungsgräber des reichen Zeitalters der Kaiserzeit. Die Besucher erhalten einen vollkommenen Überblick über die Geschichte von Hévíz und deren Umgebung. Die ausgestellten Gegenstände vertreten alle archäologischen Zeitalter, aber nicht mit einer gleichen Schwere. Aus der frühen Völkerwanderung - Hunnen, Germanen – und dem Mittelalter ist das Material geringer, während vier Jahrhunderte der Römerzeit charakteristische Funde mehrere Fundorte vertreten.   




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 DIE LEGENDE


"Laut einer altertümlichen Legende ist die Heilige Jungfrau auf die flehentlichen Gebete einer christlichen Amme einer Quelle entsprungen. Die Amme wollte ein gelähmtes Kind heilen. Durch das warme Wasser des aus der Tiefe aufbrechenden Sees und dem dampfenden Schlamm wurde der dünne, kümmerliche Kinderkörper vollkommen geheilt. Die Legende stammt aus der Römerzeit, das erwähnte Kind aber ist niemand anders als der oströmische Kaiser, Flavius Theodosius, der 391 den christlichen Glauben in seinem eigenen Reich als staatlichen Glauben erklärt hat. Die entsprungene Quelle nährt auch seit dem den auf der Welt einzigartigen See von Hévíz."


 Zeichenerklärung


  •  Ruine, Attraktion
  •  Grabmal
  •  Wegweiser, „Pergola”
  •  Kirche, Kapelle
  •  Statue, Denkmal
  •  Bühne, Theater
  •  Platz, Springbrunnen
  •  Rastplatz
  •  Weinkeller
  •  Gastwirtschaft, Weinprobe
  •  Historische Ausstellung
  •  Gegenständliche Souvenirs
  •  Kartenkasse & Shop
  •  Informationspunkt
  •  Taxistand
  •  Parkplatz
  •  Kleinbus-, Bushaltestelle
  •  Fahrradständer & HeBi
  •  Spielplatz, Spielhaus
  •  öffentliche Toilette
  •  WC für Körperbehinderte
  •  Erste Hilfe, Arzt
  •  Krankenhaus

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